Zum Waschen einer Anlage wird eine genau bemessene Wassermenge benötigt. Ist sie zu hoch, steigt neben den Reinigungskosten auch der Aufwand für anschließende Entfernung aus der Anlage. Andererseits verhindert ein zu geringes Wasservolumen, dass das Reinigungsmittel alle milchführenden Oberflächen erreicht – ein Bakterienwachstum wäre die Folge. Ebenfalls wichtig: Durch eine maßgeschneiderte Verteilung wird sichergestellt, dass für alle Melkzeuge die erforderliche Wassermenge zur Verfügung steht.
Bei der CIP-Reinigung kann das Innere der Rohre, Melkzeuge und Schläuche nicht manuell gereinigt oder ausgewaschen werden, sondern erfolgt mittels der reinigenden Turbulenzwirkung der Waschlösung. Dabei müssen die Turbulenzen alle Bereiche des Melksystems erreichen und mit genügend Kraft auf die Oberfläche treffen, um sämtliche Ablagerungen zu entfernen. Mit Hilfe spezieller Tools können die GEA Servicetechniker die geeignete Geschwindigkeit der Wassersäule ermitteln und die Geschwindigkeit mit Hilfe des Luftinjektors für eine optimale Reinigung der Milchleitungen einstellen.
Eine besondere Herausforderung ist das Einstellen der geeigneten Waschtemperatur – insbesondere für den alkalischen Reinigungszyklus: Sie muss zu Beginn des Reinigungszyklus mindestens 70 °C und am Ende noch mindestens 40 °C betragen, damit das Reinigungsmittel Milchfett und Eiweiß sicher aus dem System entfernen kann. Aus Mangel an verfügbarem heißen Wasser mehr Reinigungsmittel zu verwenden, ist keine Garantie für eine bessere Reinigung des Systems. Außerdem werden dadurch Systemkomponenten wie Gummiteile, Milchschläuche und Rohre einem höheren Verschleiß ausgesetzt. such as rubber parts, milk hoses and tubing are exposed to greater wear.
Die falsche Reinigungsmittelkonzentration kann zu Verschmutzungen der Anlage führen und so die Keimzahl erhöhen. Die richtige Konzentration hängt vom Reinigungsmittel selbst und der Wasserqualität im Betrieb ab. Deshalb sollte vorab immer eine Wasseranalyse erstellt werden, auf die der Einsatz des Reinigungsmittels maßgeschneidert abgestimmt werden kann. Ansonsten besteht die Möglichkeit, dass eine Lösung angewendet wird, die durch die Wasserhärte neutralisiert wird, oder durch eine Überdosierung die Reinigungskosten unnötig steigen.
Für die Entfernung der Ablagerungen ist eine ausreichende Kontaktzeit der Reinigungslösung mit den milchführenden Oberflächen ausschlaggebend. Sind Reinigungszyklen gesetzlich vorgeschrieben, können sie automatisch per Reinigungskontrollfunktion durchgeführt werden. Andernfalls sollte das Melkpersonal für eine ordnungsgemäße Reinigung nach jedem Melkvorgang entsprechend geschult werden und eine schriftliche Anleitung erhalten.
Die noch vermischt mit der Reinigungslösung im System befindlichen abgelösten Ablagerungen können sich dort bei unzureichender Entleerung erneut anlagern. Die Folge: die Keimzahlen können steigen. Deshalb sollten Melkleitungen ein ausreichendes Gefälle haben und mit Ablassventilen an den Rohrenden ausgestattet sein, wo sich die Waschlösung zwischen den Reinigungszyklen sammeln kann.
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