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Die Behandlung von Tankböden ist in der Öl- und Gasindustrie unerlässlich, um wertvolle Kohlenwasserstoffe zurückzugewinnen und die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Eine effektive Reinigung und Aufbereitung von Tankböden gewährleistet eine effiziente Ölrückgewinnung und reduziert gleichzeitig Abfall- und Entsorgungskosten.

Tankböden beziehen sich auf die Restschlämme und Sedimente, die sich am Boden von Lagertanks ansammeln, die in der Öl- und Gasindustrie verwendet werden. Diese Schlämme enthalten einen hohen Anteil an rückgewinnbarem Öl, was sie zu wertvollen Produkten macht. Allerdings sind sie aufgrund ihres hohen Feststoff- und Emulsionsgehalts sowie ihrer hohen Viskosität als schwer zu handhaben bekannt.
Die richtige Behandlung von Tankböden ist nicht nur für die Rückgewinnung wertvoller Kohlenwasserstoffe von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Minimierung der Umweltbelastung und die Senkung der Abfallentsorgungskosten. Unbehandelter Tankbodenschlamm, der 10–70 % Öl, 30–90 % Wasser und 5–20 % Feststoffe enthalten kann, stellt aufgrund seiner Zusammensetzung eine große Herausforderung dar. Wenn er nicht vor Ort behandelt wird, muss dieser Schlamm entweder verbrannt oder zu speziellen Behandlungsanlagen transportiert werden, was in beiden Fällen kostspielig und umweltschädlich ist.
GEA bietet ein fortschrittliches Portfolio an Trenntechnologien, die für die effektive Aufbereitung von Tankböden entwickelt wurden. Separatoren und Dekanterzentrifugen bieten eine effiziente Lösung für die Verarbeitung von Tankbodenschlamm. Diese Technologien sind für die komplexe Zusammensetzung von Schlickölen ausgelegt, die Ölviskositäten von bis zu 600 cStat bei 50 °C und ein spezifisches Gewicht von 0,8 bis 0,96 g/ml aufweisen können. Darüber hinaus sind die Anlagen von GEA so konstruiert, dass sie den Herausforderungen durch niedrige pH-Werte, hohe Chloridkonzentrationen, abrasive Partikel, organische Feststoffe und das Vorhandensein von Asphaltenen standhalten.
GEA hat ein Verfahren entwickelt, um Öle aus Tankbodenschlamm auf umweltfreundliche Weise zu recyceln, das den Kunden erhebliche Vorteile bietet. Die kombinierte mechanische Trenntechnologie, die in mehreren Stufen zusammen mit Erhitzung und chemischen Verbesserungen eingesetzt wird, ermöglicht die Rückgewinnung von 80 bis 95 % der verkaufsfähigen Kohlenwasserstoffe. Dies schafft nicht nur einen Mehrwert durch die Rückgewinnung von Kohlenwasserstoffen, die andernfalls verloren gehen würden, sondern reduziert auch die Gesamtentsorgungskosten erheblich. Durch die Integration von GEA-Separatoren und Dekanterzentrifugen in den Aufbereitungsprozess können Ölunternehmen Tankbodenschlamm effizient verarbeiten und so ein problematisches Abfallprodukt in eine wertvolle Ressource verwandeln, während gleichzeitig die Umweltbelastung minimiert wird.
Für Ausgangsmaterialien, die sich durch Entwässerung und gleichzeitige Öl- und Wasserabscheidung effizient verarbeiten lassen, sind die 3-Phasen-Einphasen-Dekanterzentrifugen von GEA die bevorzugte Lösung. Diese Zentrifugen können einen hohen Feststoffgehalt verarbeiten und erzielen eine maximale Entwässerung und Klärung in einer Stufe. Dadurch eignen sie sich ideal für die einfache Behandlung von Altöl.

Einstufige Behandlung mit 3-Phasen-Dekanterzentrifuge
In Fällen, in denen das Ausgangsmaterial schwieriger zu behandeln ist oder eine höhere Ölqualität erforderlich ist, erweist sich das zweistufige Behandlungsverfahren von GEA alsrentabler. Dabei kommen zunächst 2-Phasen-Dekanterzentrifugen und anschließend Hochgeschwindigkeits-Scheibenstapelzentrifugen zum Einsatz. Die Scheibenstapelzentrifugen verarbeiten die Dekanterzentratphase, trennen ultrafeine Partikel ab und maximieren die Wasserentfernung. Das Ergebnis ist ein hochwertiges Ölprodukt, das ähnlich wie Rohöl vermarktet werden kann.

Zweistufige Aufbereitung mit 2-Phasen-Dekanterzentrifugen und Scheibenstapelzentrifugen
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Sobald der Feststoffgehalt in der zu verarbeitenden Suspension besonders hoch ist, schlägt die Stunde der Dekanter. Sie sorgen für hohe Klärleistung und höchstmögliche Entwässerung oder trennen zwei Flüssigkeiten bei gleichzeitiger Abscheidung der Feststoffe. Wesentliche Voraussetzungen hierfür sind u.a. eine hohe Trommeldrehzahl, ein leistungsst...

GEA Separatoren werden zur Klärung von Flüssigkeiten und Trennung von Flüssigkeitsgemischen eingesetzt. Unter Ausnutzung der Zentrifugalkraft trennen sie Suspensionen, die aus zwei oder mehr Phasen mit unterschiedlicher Dichte bestehen. Sie können für eine flüssig-flüssig, flüssig-flüssig-fest bzw. für eine flüssig-feste Abscheidung genutzt werde...
Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat Stefan Klebert, CEO von GEA, ein neues Technologiezentrum für pharmazeutische Gefriertrocknungssysteme im nordrhein-westfälischen Elsdorf eröffnet. Der Standort vereint Forschung und Entwicklung sowie Produktion und Service unter einem Dach. GEA beschäftigt dort rund 260 Mitarbeitende.